Getreide andüngen

Getreide andüngen Diese Saison beginnt die Vegetation deutlich später. Wenn es aber bald losgeht, benötigt das Getreide gleich einmal die erste Stickstoffgabe damit es schnell wachsen kann.


Wenn die Vegetation losgeht sollte dem Getreide N zur Verfügung stehen. Foto: Agrarfoto
Wenn die Vegetation losgeht sollte dem Getreide N zur Verfügung stehen. Foto: Agrarfoto
Landwirte, die ihr Getreide noch nicht gedüngt haben sollten das alsbald nachholen. Sobald sich der Boden erwärmt, wird es im Getreide Zeit für die erste N-Gabe. Um dem Getreide einen schnellen Start zu verschaffen, sollten Sie einen Dünger mit schnell wirksamem Nitrat verabreichen. Je nachdem, wie weit der Bestand entwickelt ist, sollte die Gesamtmenge an Nitrat aber nicht zu hoch sein. Zum einen wird Nitrat sehr schnell ausgewaschen, zum anderen werden die Pflanzen bei zu viel Nitrat zwangsernährt. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Dünger, der Nitrat und einen langsamer wirksamen Anteil Ammonium- bzw. Amid-N enthält. Das Ammonium kann die Pflanze auch sehr schnell aufnehmen. Das Amid wird erst später mit zunehmender Bodentemperatur pflanzenverfügbar.

Schwefel mitnehmen
Neben dem Stickstoff sollten Sie den Pflanzen zu Vegetationsbeginn auch einen Teil Schwefel in pflanzenverfügbarer Form verabreichen. Schwefel wird wie Nitrat auch sehr schnell ausgewaschen. Nach einem nassen Winter können Sie davon ausgehen, dass die Reserven im Boden auch erschöpft sind. Schwefel verbessert die Stickstoffeffizienz in der Pflanze. Das heißt, die Pflanze verarbeitet den gedüngten N schneller. Grundsätzlich eignen sich im Frühjahr besonders Volldünger. Sie bestehen zumeist aus Nitrat und Ammonium zu gleichen Teilen, enthalten Schwefel und zusätzlich Phosphor und Kalium. Das ist ein weiterer Vorteil, da besonders schlecht entwickelte Bestände von leicht verfügbarem Phosphor und Kalium an der Wurzel profitieren.

Je nach Entwicklung des Getreides reichen 40 kg N für üppig entwickelte Bestände aus. Ist das Getreide noch nicht so gut entwickelt, können Sie die Düngemenge auch etwas erhöhen. Doch achten Sie hier auch auf den Nitratanteil im Dünger. Sehr schwache Bestände, die erst im November in den Boden gekommen sind, haben noch kein ordentliches Wurzelsystem und daher nur ein begrenztes Nährstoffaufschließungsvermögen. Daher sollte der Nitratanteil nicht über 15 bis 20 kg N gehen. Gegebenenfalls sollten Sie hier die erste Gabe zusätzlich splitten.



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