Kalken im Frühjahr

Kalken im Frühjahr Im Frühjahr ist vor allem die Kalkung vor der Aussaat von Sommergetreide, Körnerleguminosen, Zuckerrüben, Mais und Futterpflanzen interessant. Aber auch eine Kopfkalkung auf Winterungen ist möglich.

Große Schneckenstreuer sind fürs Frühjahr oft zu schwer. Foto: Böck
Große Schneckenstreuer sind fürs Frühjahr oft zu schwer. Foto: Böck
Im Frühjahr eignen sich vor allem schnell wirksame Kalkformen wie Branntkalk, Schwarzkalk, Carbokalk, schwefelhaltige Gipse und fein vermahlene kohlensaure Kalke. Schwarzkalk erwärmt durch seine dunkle Farbe den Boden schneller, Carbokalk enthält zusätzlich zum Kalk noch andere Nährstoffe, und Gips enthält zusätzlich Schwefel.

Für die Bodenstruktur
Besonders gut auf die Bodenstruktur wirkt Branntkalk. Diesen sollten Sie – anders als die anderen Kalkformen – unmittelbar nach der Ausbringung 3–5 cm in den Boden einarbeiten. Denn der Branntkalk reagiert mit Wasser, was stabilisierend auf den Boden wirkt. Daher sollte diese Reaktion auch im Boden geschehen. Doch Achtung: Bringen Sie niemals Branntkalk zeitgleich mit Ammoniumdünger aus. In Kombination verwandelt sich das Ammonium zu Ammoniak und geht verloren. Um den Bodendruck so gering wie möglich zu halten, wäre es von Vorteil, im Frühjahr auf die großen Schnecken- und Schleuderstreuer zu verzichten.

Auf den Bodendruck achten
Diverse Kalke wie Branntkalk, kohlensaure Kalke u.v.m. werden auch in granulierter Form angeboten. Diese Dünger kosten zwar in der Regel etwas mehr, können aber auch mit dem eigenen Mineraldüngerstreuer ausgebracht werden. Eine elegante Lösung ist das Einrühren von Kalk in die Gülle. Das senkt die Geruchsbelastung, die Gülle wird homogener, fließfähiger und für die Pflanzen verträglicher. Hierfür eignen sich besonders der kohlensaure Kalk und auch fein vermahlener Gips, der Schwefel enthält.


weitere interessante Neuigkeiten:

Begräbnis für Hörnerprämie

Rinder mit Hörnern sind rar geworden! Armin Capaul, ein Schweizer Bauer, wollte das ändern. Vorerst vergeblich. Seine Initiative für mehr Geld für Hornträger blieb in der Minderheit. Ist die Debatte jetzt also ausgestanden?

Mobil und flexibel trocknen

Der biologische Ackerbau ist geprägt von einer großen Vielfalt an Kulturarten. Viele davon müssen häufig direkt nach der Ernte getrocknet werden. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie selbst eine einfache Trocknung bauen.

Aebi macht Transporter-Familie komplett

Mit dem neuen TP410 vervollständigt Aebi seine Transporter-Familie. Der Nachfolger des TP48P wird von einem 3,3 Liter Kubota Turbodiesel-Motor angetrieben.

Austro Agrar Tulln zieht positive Bilanz

Mehr als 57.000 Besucher strömten dieses Jahr zur Austro Agrar Tulln. Das bedeutet für die Landtechnik-Fachmesse ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber 2015. Eine neue Fachmesse für den Wein- und Obstbau startet in 2020.

Sojabohne - Ein paar Kniffe für 2019

Die Nachfrage nach GMO-freien Sojabohnen ist ungebrochen. Das lässt auch die die Anbaufläche in die Höhe gehen. Nicht zuletzt steigt aber auch die Expertise für diese „Alternativkultur“ stetig an.

Eschentriebsterben: Gemeinsam für die Esche

Die Existenz der Esche ist durch das Eschentriebsterben weiterhin bedroht. In vielen europäischen Ländern wird nach einer Lösung für diese wertvolle Baumart gesucht.

CNH nutzt Galileo-Satelliten

Die drei CNH-Marken Steyr, Case IH und New Holland bauen die Genauigkeit ihres RTK-Korrektursignalnetzes aus. Dieses soll künftig auch die Signale der europäischen Galileo-Satelliten nutzen.

Digitalisierungs-Workshop für Junglandwirte

Digitalisierung als Chance - darum dreht sich alles beim AgrarThinkTank am 4. Dezember 2018 in Linz. Die Veranstaltung richtet sich an Junglandwirte, die einen Betrieb übernehmen möchten oder bereits übernommen haben und sich für digitale Landwirtschaft interessieren.

Besucherplus und viele Innovationen auf der Austro Agrar Tulln

In 19 Messehallen mit rund 350 Fachausstellern auf 52.000 m² wurde alles rund um die Themen Landtechnik, Stalltechnik, Saatgut und Dünger, Holz und Energie, Weinbau und Kellereitechnik auf höchstem Niveau geboten. Die komplette Angebotspalette wurde in Kompetenzzentren abgebildet und übersichtlich an einem Ort präsentiert.

Maiswurzelbohrer - Die Situation 2018

Mittlerweile ist der Maiswurzelbohrer schon in ganz Österreich zu finden. Versuche zeigen, wie man der Gefahr Herr werden kann.
Ein Service von landwirt.com.